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Ein Projekt der Aktion “Paten für Strassenkids”

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Was ist Flohbuy?

Flohbuy ist ein Secondhand-Laden, der seit November 2003 in Hamburg-Barmbek besteht. Hinter diesem Projekt verbirgt sich die Idee und der Wunsch, benachteiligten jungen Menschen den Zugang zur Arbeitswelt zu erleichtern und ihnen die Chance zu legalem Gelderwerb zu geben.
Mitglieder und Förderer des Vereins „Paten für Strassenkids“ stellen gebrauchte und zum Teil neuwertige Artikel zur Verfügung, die in dem Laden unter dem Slogan „Flohbuy – jag’ mal wieder Schnäppchen!“ von den Jugendlichen zum Verkauf angeboten werden. In zunehmenden Maße beliefern auch die Kunden den Laden gebrauchten Artikeln.

 

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Die Jugendlichen werden ihren Fähigkeiten entsprechend an die anfallenden Arbeiten herangeführt. Es werden praktische handwerkliche Fähigkeiten wie reparieren, sortieren, lagern und verpacken erlernt, Kundenkontakt und Verkaufsabwicklung inclusive Kassenbedienung werden geschult und für den Verkauf im Internet werden die notwendigen Computerkenntnisse vermittelt. Darüber hinaus gehört zur Arbeit die tägliche Sauberhaltung des Ladens, monatliche Neudekoration des Schaufensters sowie die Entsorgung von aussortierten, unbrauchbaren Gegenständen auf dem Recyclinghof.

Basis und Woge e. V. hat jahrelange Erfahrung und ein fundiertes Wissen über die Zielgruppe und kann diese mit einem genau zugeschnittenen Angebot erreichen. Die gängigen Schul- und Ausbildungsmaßnahmen sind dagegen oft eine zu hohe Hürde. Die große Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt bietet völlig unvorbereiteten Menschen ebenfalls kaum Chancen.

Um hier überhaupt bestehen zu können, müssen die jungen Leute soziale Kompetenzen wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Ausdauer und Teamfähigkeit erwerben und üben. Wenn ihr Alltag sonst dominiert wird durch das Straßenleben, den Erwerb und Konsum von Drogen und der damit oft einhergehenden Umkehr des Tag-Nacht-Rhythmus, dann müssen sie erst (wieder) lernen, einen normalen Arbeitstag durchzuhalten.

Flohbuy orientiert sich deshalb an den Lebensumständen der Jugendlichen: Es ist also genau umgekehrt: nicht der Jugendliche muss seine Lebensumstände als Vorbedingung für eine Arbeitsaufnahme ändern sondern der "Arbeitgeber" richtet sein Angebot auf die Fähigkeiten seiner "Arbeitnehmer" aus.

Konkret heißt das: Arbeitsbeginn ist der späte Vormittag, es kann auch stundenweise gearbeitet werden. Die Entlohnung erfolgt nach dem Tagelöhnerprinzip unmittelbar am Ende des Arbeitstages. Durch kontinuierliche pädagogische Begleitung sollen Arbeitsrhythmus und -dauer langsam gesteigert und dem "normalen" Alltag angepasst werden. Das Tagelöhnerprinzip entspricht häufig ihrer Lebensweise, viele planen schon bei Arbeitsbeginn, was sie am Ende des Tages mit dem verdienten Geld unternehmen wollen (z.B. Kleidung kaufen, Freunde besuchen, Handykarte aufladen, Schulden abbezahlen, etc.).

Arbeitsrechtliche und verwaltungstechnische Hürden versuchen wir so gering wie möglich zu halten. Das Erleben von Arbeit und das Gefühl "ich kann es schaffen" soll motivieren, sich um die nötigen weiteren Schritte aktiv zu kümmern.

Es sind zwei Arbeitsplätze vorhanden, die Arbeitszeit richtet sich nach den Öffnungszeiten des Ladens (Dienstag bis Freitag von 11.00 – 18.00 Uhr, Samstag von 10.00 – 16.00 Uhr).